| CDU setzt Nominierung von Nicolaus aus |
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| Presse | |
| Freitag, 7. November 2008 | |
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Die Basis steht hinter der umstrittenen Politikerin, die 2009 erneut in den Landtag einziehen will
Eigentlich sollte die CDU-Landtagsabgeordnete Kerstin Nicolaus am Freitag als Kandidatin für die nächste Landtagswahl in Sachsen 2009 nominiert werden. Sie arbeitet seit 1994 in dem Gremium. Doch der CDU-Kreisverband setzte die Veranstaltung mit der Wahl der 47-Jährigen zur Direktbewerberin aus. Als Grund nannte Kreisverbandschef Michael Luther, zugleich Bundestagsabgeordneter, die noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die ehrenamtliche Bürgermeisterin von Hartmannsdorf. Man wolle erst das Ergebnis abwarten, das bis Jahresende vorliegen soll. Bis dahin gelte Nicolaus als unschuldig, betonte Luther.
Laut Oberstaatsanwalt Holger Illing strebe man Nicolaus selbst sprach davon, dass ihre Partei sie wohl müde machen wolle. Längst ist sie einigen Parteifreunden wegen vieler Negativschlagzeilen ein Dorn im Auge. Auch ihre private Beziehung zu einem SPD-Landtagsabgeordneten wird nicht von allen toleriert. "Als beschlossen wurde, die Nominierungsveranstaltung zu verschieben, war ich nicht dabei. Ich musste vorzeitig weg zu einer Feuerwehrübung. Kaum hatte ich den Saal verlassen, begann die Debatte über mich." Inzwischen gibt es Protestschreiben von neun Ortsverbänden der CDU an den KreisChef, in denen die "intrigante Vorgehensweise" gegen Nicolaus teils heftig kritisiert wird. (Gabi Thieme) Quelle: Freie Presse |
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diesen Termin zwar an, aber es sei völlig offen, ob er zu halten ist.
"Bisher habe ich noch keine Ergebnisse auf dem Tisch. Und bis die dann
der Anwalt von Frau Nicolaus eingesehen hat, vergehen auch noch
Fristen." Die Staatsanwaltschaft Zwickau ermittelt seit dem Frühjahr
zum zweiten Mal gegen die Politikerin wegen "massiver Veruntreuung von
Gemeindegeldern", wie Illing es seinerzeit formulierte. Bereits 2007
war sie wegen Betrugs bei der Verwendung von Flutgeldern vor Gericht
verurteilt worden.